Immer noch nur „mitgemeint“ – Petition „Gendergerechte Sprache“

9. Mai 2018 | By

Ab 1987 ließ die Kultusministerkonferenz die deutsche Sprache modernisieren. Die umfangreiche Rechtschreibreform, die 1998 eingeführt wurde, beinhaltete keine Abschaffung des generischen Maskulinums. Auch 2018 müssen Frauen damit leben, als „Kunde“ angesprochen zu werden, und in einer Gruppe von „Sportlern“, „Technikern“ oder „Firmenchefs“ nicht sichtbar zu sein.

Die allgemeine, männliche Anrede bestätigt das Vorurteil, Frauen könnten viele Berufe nicht ausführen: Studien dazu gibt es reichlich. Das generische Maskulinum bildet historische Realitäten ab, die wir seit 1968 überwunden haben sollten:

Frauen kamen als Adressatinnen nicht vor, weil die Öffentlichkeit aus Männern bestand. Frauen mussten ihren Ehemann um Erlaubnis fragen, um arbeiten zu gehen. Frauen hatten kein Eigentum, keine Macht und kaum Rechte.

Seit 100 Jahren haben Frauen ein Wahlrecht, aber immer noch nur  werden sie nur „mitgemeint“!

Pinkstinks fordert die Kultusministerkonferenz auf, tätig zu werden.

Zur Petition: https://pinkstinks.de/gendersprache/

 

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