Psychosoziale Beratungen

Das Ziel psychosozialer Beratungen ist die bessere Überwindung persönlicher bzw. sozialer Konflikte mit Hilfe psychotherapeutischer Techniken.

In nahezu all unseren Beratungen, deren Inhalte sich aus mehr oder weniger akuten Lebenskrisen ergeben, sind psychosoziale Beratungsanteile enthalten. Für manche Frauen, die sich an uns wenden, steht jedoch das Bedürfnis nach genau dieser Form der Beratung im Vordergrund. Einmalig oder auch fortlaufend können sie das Angebot nutzen, um:

  • trotz bestehender Ängste in einer Lebenskrise handlungsfähig zu bleiben,
  • situationsangemessene Handlungsoptionen zu erarbeiten,
  • Rückhalt durch eine außenstehende Person zu erfahren,
  • anstehende Entscheidungen treffen zu können,
  • eine realistische Zukunftsperspektive zu entwickeln,
  • mit ambivalenten Gefühlen umgehen zu können,
  • Selbstwertgefühl zu wahren und zu stärken
  • etc.

Unsere Beraterinnen sind im Bereich der psychosozialen Beratung qualifiziert. Eine Mitarbeiterin ist psychotherapeutisch ausgebildet (Gesprächs-, Körper-, Traumatherapie).

All unsere Beratungsgespräche sind auf Wunsch anonym; unsere Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht.

Weil es sich bei psychosozialer Beratung nicht um einen Heilauftrag handelt, werden die Kosten für die Beratungen nicht von den Krankenkassen getragen.

Im Bereich der Beratung bei häuslicher Gewalt  (für Frauen aus der Stadt ist dieses Angebot kostenlos) bedeutet psychosoziale Beratung in erster Linie Angstbewältigung und Stabilisierung. Diese Art der Krisenintervention ist in unserer Arbeit häufig eine notwendige Voraussetzung, um ein sinnvolles Arbeitsbündnis mit der betroffenen Frau zu erlangen. Oft ist es erst dann möglich, gemeinsam eine ihr entsprechende Strategie zu entwickeln und sie in ihren Fähigkeiten zu bestärken, diese schrittweise umzusetzen.

 

Wichtig ist dieses therapeutische Angebot, um:

  • die enorme Anspannung als Folge des beängstigenden (Kontroll-) Verlustes zu lindern,
  • die Klientin im Gespräch und durch einfach zu erlernende Methoden wieder mit ihren Ressourcen und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit in Verbindung zu bringen,
  • gemeinsam sich wiederholende, selbstschädigende bis „selbsthypnotischer“ Denkmuster und Überzeugungen (z.B. „Ich schaffe das nie…“) zu entlarven, auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, sie zu „entschärfen“ bzw. im Prozess durch hilfreichere Überzeugungen zu ersetzen
  • etc.