
Liebe Frauen,
der 8. März ist Internationaler Frauentag, ein Tag, der für Female Empowerment, Gleich-berechtigung und die Stärkung der Rechte der Frauen steht. In diesem Jahr möchten wir eine Idee aufgreifen, die schon viele Millionen Menschen weltweit bewegt hat, und sie auf unser Ziel, Frauen stark zu machen, übertragen.
In einer Zeit, in der Frauenrechte – beispielhaft etwa das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung – weltweit systematisch immer mehr beschnitten werden, sind starke Frauen umso wichtiger. Ein Ziel, das nicht nur an diesem Tag unsere volle Aufmerksamkeit und gebündelte Kraft verdient.
Seit gefühlten Ewigkeiten wird das Ungleichgewicht im Geschlechtersystem angeprangert und auf vielfältigste Weise dagegen vorgegangen. Und trotzdem scheint sich nur wenig in die angestrebte Richtung zu verändern: der geschlechterpolitische Backlash ist weltweit zunehmend spürbar, eine antifeministische Rhetorik wird immer normaler, und über Jahrzehnte zäh erkämpfte Rechte – vor allem für Frauen und LGBTI – werden immer mehr aus-gehöhlt.
Nun, wenn allein die Tatsache Beachtung findet, dass Frauen nach wie vor ca. das Dreifache der gesellschaftlichen Sorgelast tragen, und das häufig zusätzlich zur eigenen Berufstätigkeit, wird schon recht ersichtlich, wohin ihre Stärke fließt und warum Veränderungen der Geschlechterrollen einen echten gesellschaftlichen Interessenskonflikt darstellen.
Ein häufig zu beobachtendes Phänomen ist aber auch, dass die Trägerinnen der übergroßen sozialen Verantwortung für Erziehung, Pflege, Haushalt, Beruf etc. selten ein eigenes, stolzes Bewusstsein für ihre Stärke besitzen. Ihre Aufmerksamkeit ist viel mehr auf ihre vermeintlichen Schwächen und Unzulänglichkeiten gerichtet.
Wir alle kennen es an uns selbst und haben die Freundin, die Kollegin, die Nachbarin, die Cousine, die Sätze sagen wie:
• Das schaffe ich niemals!
• So was Blödes kann auch nur mir passieren!
• Na, das war ja mal wieder typisch für mich!
In dieser Angewohnheit, den Fokus auf Schwächen zu richten, liegt ein Schlüssel. Mit Hilfe des „Weltfrauenarmbändchens“ möchten wir zum diesjährigen 8. März auf spielerische Weise das Aufspüren und Unterbrechen derartiger Kräfteräuberei in Gang setzen.
Zunächst wird das Band dazu nach der beiliegenden Anleitung geknotet und umgebunden. Ab jetzt lautet der Beschluss, das Band jedes Mal abzunehmen und um den anderen Arm zu binden, wenn wir entmutigende Gedanken, bekrittelnde Selbstbeurteilungen bzw. Zuschreibungen, die an eigenem Verstand und Fähigkeiten zweifeln lassen, an uns ent-decken.
Beispiel:
Der entlarvte negative Gedanke lautet:
„War ja klar, dass mir das mal wieder passieren musste!“
Nun erfolgt der Bandwechsel an den anderen Arm, verbunden mit der bewussten Korrektur:
„Stopp – das ist falsch! Fehler passieren jeder mal!“
Zusätzlich verstärkend können kleine und große Erfolgserlebnisse mit der dazu gehörigen Freude daran erinnert werden.
Unsere Bewusstheit folgt nämlich unserer Aufmerksamkeit. Das bedeutet, je konsequen-ter wir Bewusstheit auf unsere Selbstbestärkung lenken, desto seltener werden die Armwechsel. Tragen wir das Bändchen 21 Tage an demselben Arm, haben wir etwas richtig Gutes, Lohnens- und Lobenswertes erreicht – weil wir eine schwächende Angewohnheit hinter uns gelassen haben.
Wir freuen uns über jede, die Lust hat, diese Idee zu beleben und gern auch zu teilen. Offene Fragen beantworten wir gerne am 8. März von 14:00 bis 16:00 Uhr telefonisch unter 0561/89 31 36.
Mit herzlichen Wünschen für eine starke Zeit grüßt
das FiF-Team