Initiative „Stärker als Gewalt“ startet

140.755 Menschen waren laut Bundeskriminalamt im Jahr 2018 Opfer von Partnerschaftsgewalt – 81,3 Prozent davon Frauen. Um die Hilfe für sie zu verbessern, startet das Bundesfrauenministerium die Initiative „Stärker als Gewalt“.

Am „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, dem 25. November, hat Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey die Kriminalstatistische Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2018 des Bundeskriminalamtes (BKA) vorgestellt. Demnach wurden 2018 insgesamt 140.755 Menschen Opfer versuchter und vollendeter Gewalt – 81,3 Prozent davon waren Frauen. Sie sind Opfer gewesen von Mord und Totschlag, Körperverletzung, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, sexuellen Übergriffen, Bedrohung, Stalking, Nötigung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Zwangsprostitution. Die Zahlen sind alarmierend. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 114.393 Frauen und 26.362 Männer in Deutschland von Partnerschaftsgewalt betroffen. 2017 lag die Zahl der betroffenen Frauen bei 113.965, die der betroffenen Männer bei 24.928.

Die aufgeführten Zahlen sind nur die zur Anzeige gebrachten Straftaten. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher: Nach sogenannten Dunkelfeldstudien ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen – und damit nicht nur von Partnerschaftsgewalt. Statistisch gesehen sind das mehr als zwölf Millionen Frauen.

Die Bundesfrauenministerin startete die bundesweite Initiative „Stärker als Gewalt“ am 25. November bei der Pressekonferenz. Sie wies darauf hin, dass die neuen Zahlen des BKA zeigen, dass alle in ihrem Umfeld Frauen kennen, die betroffen sind: die Kollegin, die Nachbarin oder die eigene Schwester. Ziel der Initiative ist es, von Gewalt betroffene Frauen und Männer zu ermutigen, sich Unterstützung zu holen und die Hilfsangebote besser bekannt machen.

https://staerker-als-gewalt.de/