Mehr über unseren Verein

Unsere Arbeit

Wissen ist Macht – diese Einsicht ist vier Jahrhunderte alt und hat bis heute nichts von ihrer Aktualität und Bedeutung verloren: Wissen ist Macht; Bildung ist die elementare Voraussetzung für ökonomische und politische Entwicklung, für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit.

 

Von Anfang an war es deshalb Ziel unserer Arbeit, Wissen zu vermitteln, um Frauen* individuell und ganz auf ihre jeweilige Situation ausgerichtet Informationen über ihre Rechte und Möglichkeiten aufzuzeigen und ihnen darüber hinaus Unterstützung während des Umsetzungsprozesses anzubieten.

Die Mitarbeiter*innen

Im Verein arbeiten derzeit 7 Sozialarbeiter*innen in Teilzeit, weitere Mitarbeiter*innen auf Minijob-Basis. Jede Mitarbeiter*in verfügt über ein umfangreiches Fachwissen in einem oder mehreren themenspezifischen Arbeitsbereichen. Mitarbeiter*innen, die psychosoziale Beratungen anbieten, besitzen eine Zusatzqualifikation in diesem Bereich. Eine Beraterin ist ausgebildet in Gesprächs-, Körper-/Trauma- und Atemtherapieverfahren.

Unser Selbstverständnis

Wir verstehen uns als feministische Beratungsstelle mit einem ganzheitlichen und parteilichen Beratungsansatz. Wir orientieren uns an den individuellen Bedürfnissen und subjektiven Bedarfslagen unserer Klient*innen und respektieren deren persönliche Entscheidungen: Jede Frau* ist Expertin ihres eigenen Lebens.

 

Neben der jeweiligen Professionalisierung sehen wir in unserem feministischen Bewusstsein einen wesentlichen Teil unserer Qualifikation. Wir berücksichtigen also immer den gesellschaftlichen Kontext, in dem Frauen* leben.

 

Wir unterstützen Frauen* in ihren Rechten, stärken sie in ihrer Handlungsfähigkeit und ihrem Zutrauen zu sich selbst. Ein wichtiges Ziel ist die Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

Finanzierung

Ein Teil unserer Arbeit wird finanziert durch das Land Hessen und die Stadt Kassel. Einen erheblichen Anteil muss der Verein jedoch selbst aufbringen, z.B. über Erlöse aus dem bundesweiten Verkauf unserer Informationshandbücher, Spenden, Mitgliedsbeiträge, Bußgelder, Projektanträge u.a.

Mitgliedschaft

Und zum guten Schluss noch ein Hinweis zur Sprache:

Auf unserer Webseite wird Ihnen immer wieder das Gendersternchen * begegnen. Wir wissen, dass gendergerechte Sprache ein vieldiskutiertes Thema ist. Wir wissen aber auch, welchen großen Einfluss Sprache auf das Denken und die Wahrnehmung hat. Sprache bildet nicht einfach nur unsere Welt ab, sondern sie formt sie entscheidend mit.

 

Geschlechtliche Identitäten sind sehr vielfältig. Es gibt Menschen, die das Geschlecht, dem sie bei ihrer Geburt aufgrund körperlicher Merkmale zugeordnet wurden (meistens männlich oder weiblich), passend finden und die sich damit ausreichend beschrieben fühlen. Andere fühlen sich weder als Frau* noch als Mann, sondern irgendwie dazwischen. Wieder andere haben eine andere Geschlechtsidentität als die, die ihnen bei der Geburt zugeordnet wurde.

 

Und selbst wenn Menschen von außen als Frau* oder als Mann wahrgenommen werden und sich auch selbst so fühlen, gibt es immer noch sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, was Frau*- oder Mann-Sein eigentlich bedeuten.

 

Sprache ist ein Teil der Gleichberechtigung. Gendern ist wichtig, da nur so mehr Menschen durch unsere Sprache repräsentiert werden können. Gendern heißt, die Sprache diverser zu gestalten und alle Geschlechter anzusprechen, also nicht nur Frauen* und Männer. Gendern bricht mit Geschlechterklischees, unsere Sprache wird inklusiver und es wird deutlich gemacht, dass es nicht nur zwei Geschlechtsidentitäten gibt. Gendern ist politisch: es ist ein Unterschied, ob bestimmte Gruppen innerhalb einer Gesellschaft gedanklich „mitgemeint“ oder auch wirklich sprachlich benannt und damit sichtbar gemacht werden.

 

Sprache kann also als ein Schlüssel für Änderungen im gesellschaftlichen Bewusstsein dienen. Oder sie kann ein Bewusstsein schärfen, das althergebrachte Denkmuster kritisch hinterfragt.