Die Kampagne „digital + real“ unseres Bundesverbandes bff (Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe) rückt mit vier Kampagnen-Videos das Thema „Digitalisierung von (Ex)Partnerschaftsgewalt und Stalking“ in den Fokus. Darin informiert der bff gemeinsam mit Maja Bogojević, Jasna Strick und Anne Wizorek über unterschiedliche Formen von digitaler Gewalt.
Wie unsere Kolleg*innen in den rund 200 Fachberatungsstellen vermerken auch wir bereits seit Jahren einen Anstieg an Beratungsanfragen zu digitaler Gewalt in Beziehungen und nach Trennungen. Zu digitaler Gewalt gehören u.a.: Stalking mit Spionage-Software, Kontrollieren von Online-Accounts, heimliches Filmen, Überwachung von Smart-Homes, bildbasierte sexualisierte Gewalt und Hatespeech.
In den Videos wird zudem diskutiert, wie eine solidarische Unterstützung von Betroffenen und ein Netz ohne Gewalt und Diskriminierung aussehen können. Der Einsatz gegen geschlechtsspezifische digitale Gewalt muss ebenso die Verschränkungen mit Rassismen, Antisemitismus, Gewalt gegen LGBTIQA+ und Menschen mit Behinderungen berücksichtigen. Noch viel zu oft werden Betroffene und ihre Erfahrungen mit digitaler Gewalt nicht ernst genommen, die damit einhergehenden Einschränkungen, Verletzungen und Belastungen abgetan. Digitale Gewalt überschreitet in den meisten Fällen die Grenze zur Straftat, wird aber in den wenigsten Fällen strafverfolgt. Digitale Gewalt ist Realität. Es ist Zeit etwas dagegen zu tun.
Alle Informationen mit den vollständigen Forderungen und die Kampagne finden Sie auf der bff-Website: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/video-kampagne-digital-und-real.html
und auf Instagram, Facebook und Twitter.